Das Jubiläumsjahr hat begonnen

25. März 2018
Martin Winter (Monty)

Dieses Jahr sind es fünf Jahre, die wir mit "Choriosity" unterwegs sind. Fünf Jahre - das klingt erst mal noch nicht nach viel. Für uns Menschen heißt das: Wir sind (überwiegend ;) Stubenrein, wir wissen, dass Herdplatten wirklich heiß sind, kommen bald in die Schule und verbringen den überwiegenden Teil des Tages damit, zu spielen. Ach ja: Singen können wir meistens auch schon :)

Was bedeutet das Jubiläum für uns als Chor?
Um ehrlich zu sein, hätte niemand (ich am Wenigsten) gedacht, dass wir eines Tages mit 120 Menschen proben und an die 100 interessierte auf einer "Warteliste" haben werden. Wir sind im Oktober 2013 mit knapp 40 Leuten losgelaufen und sind, wie man so schön sagt, mit unseren Aufgaben gewachsen: Konzerte im Café JAM, Stadthaus Ulm, im Roxy, in der Carnegie-Hall... ihr merkt, irgendwie hat uns dieses eigentlich ganz einfache Projekt an Orte gebracht, die wir uns niemals haben erträumen lassen.

Und die Menschen?
282 Mitglieder zählt unsere interne Facebook-Gruppe. Das bedeutet, dass in den letzten 5 Jahren (mindestens) so viele Menschen mal bei einer Probe waren und auch wirklich (mal für längere, mal für kürzere Zeit) mitgesungen haben. Und es sind Freundschaften entstanden - manche nur für kurze Zeit, und manche werden ein Leben lang halten. Menschen, die sich ohne die gemeinsame Zeit im Chor vielleicht niemals kennen und lieben gelernt hätten. Und die Erfahrung zu machen, in einer sicheren Umgebung seine Stimme, seine Persönlichkeit, seine Talente auszuprobieren ist mit Zahlen nicht meßbar - ich kann kaum erahnen, was es für den Einzelnen bedeutet, auf der Bühne zu stehen und in strahlende und staunende Besuchergesichter zu blicken - oder stolz zu sein auf das, was der Chor gemeinsam leistet - oder mit so vielen Menschen Erlebtes zu teilen. Als Chorleiter habe ich diese Erfahrung natürlich auch - aber mein Bonus ist, dass ich in die strahlenden und staunen Augen der SängerInnen sehen darf ;)

Zurück zu den Wurzeln
Ein Konzertreise zu machen ist immer Aufregend und hat 2017 (unser 4. Jahr also) ungemein geprägt. Gut, dass die erste Konzertreise dieses Chores nach New York führen wird hätte wohl auch niemand vorhersagen können ;)
Aber zu sehen, wie viele Menschen durch das, was wir machen, bewegt wurden und wie viel Unterstützung wir erfahren haben (mental und finanziell) hat ein riesengroßes Dankbarkeitspolster aufgebaut - wir müssen anscheinend irgendwas richtig gemacht in den Jahren davor.

Und in diesem Zeichen steht dieses Jubiläumsjahr: Weg von Pflichtstücken, weg von Chorwettbewerben - hin zum befreiten Singen der Lieder, die unsere Leben und unsere Zeit begleiten. Wir sind gewachsen und trauen uns jetzt an Arrangements ran, die wir vor ein paar Jahren noch nicht hätten singen können. Wir haben mit Matthias Kost einen hauseigenen Arrangeuer, der unglaublich tolle, dichte und auf den Leib geschneiderte Arrangements schreibt - Nightcall (Kavinsky), Fix you (Coldplay), Don't stop me now (Queen) oder Take me to church (Hozier) sind nur ein paar von den Highlights dieses Jahr. Ein sehr relaxtes und modernes Man in the Mirror (Micheal Jackson) oder bombastisches Shut up and dance (Walk the moon) wurden genauso ins Programm gewählt wie episch-anmutende Stücke... Wer uns schon mal gehört hat wird sehr viel Neues hören - und wer uns noch nie gehört hat: Freunde, es lohnt sich mal so richtig! Das ist jetzt übrigens weniger Werbung, als man vielleicht denkt: Es ist einfach das, was wir machen - und wir singen und leben diese Musik so gut wir können - und tun dies gerne für jeden, der uns zuhören kommt - egal ob eine handvoll, oder tausend Menschen.

Diese Wertschätzung für unsere SängerInnen, jeden Besucher und jeden zukünftigen Tag im Leben dieses Chores ist, so ist meine Hoffnung, das, was bleibt - für weitere 5 oder auch 50 Jahre Choriosity :)

Euer Martin "Monty" Winter
Chorleitung

PS: Falls ihr aber doch etwas Werbung möchtet und jetzt wissen möchtet, wann wir mal wieder zu hören sind: Schaut doch einfach in mal in unserem Auftrittsbereich vorbei.